Freitag, 5. August 2011

Erzangie 2.0

Folge der Karawane!

Sänk ju for träwelling wis Erzengel-Ärleins. Wi hohp ju endschoi se fleit!

Donnerstag, 21. Juli 2011

Nachspiel

Jetzt werde ich aber langsam wirklich sauer.

Wir haben alle Eltern des Jahrgangs angeschrieben und sie darüber informiert, dass Schadenersatzforderungen aufgrund der Party unserer Kinder auf uns zukommen werden. Gleichzeitig haben wir eine Verursacherin ausfindig gemacht und versuchen, einiges über deren Haftpflicht-Versicherung zu regeln.

Jetzt hagelt es Emails und Beschwerden. Die häufigste Reaktion: das war nicht mein Kind und ich sehe gar nicht ein, auch nur einen Cent zu bezahlen. Dass es unverschämt von UNS ist, eine solche Forderung zu stellen. Nicht eine einzige Mail, oder ein einziger Anruf, wo man uns Unterstützung anbietet. Nicht EINER!

Wie haben sich die Leúte das denn gedacht, dass wir das aus unserer eigenen Tasche bezahlen? Nicht nur, dass wir die Arbeit für den ganzen Jahrgang übernommen hatten (und den Huddel ja immer noch haben), nein, wir müssen das auch allein bezahlen??? Wie UNVERSCHÄMT ist das?

Dienstag, 19. Juli 2011

einordnen

Hierzu muss ich noch anmerken: wieso echaufieren wir uns so? Weil sie nicht mehr Sackhüpfen und Eierlaufen spielen, wenn sie eine "tolle Party" feiern? Schützenfeste, Feuerwehrbälle, Maibaumsetzen laufen auch bei Erwachsenen nicht anders ab, was erwarten wir da von unseren Kindern?

Sie haben sich nicht die Köppe eingeschlagen. Also waren sie zumindest zivilisierter als so mancher Borussia-Fan nach der Heimniederlage seiner Mannschaft.

Wir sind doch nur erschrocken, wie schnell aus den süßen Kleinen Halbstarke geworden sind, die ihre Grenzen austesten. Wo die Grenzen sowieso schon weit gesteckt sind, müssen sie halt noch den einen Schritt weiter gehen - und wir kommen nicht mehr hinterher.

Glücksknubbel

Damals, als ich noch jung und schön war, war ich ein großer Fan. In den Achtzigern konnte man nicht beides haben, es hieß entweder Michael ODER Prince, und ich fand Prince sooo obercool! When doves cry....ach ja.... was schwärmte ich für seine schokoladenbraunen Rehaugen!

Dann erlebte ich ihn live in Köln. Als er auf die Bühne kam, konnte ich es zunächst nicht glauben: dieses rappeldürre, bauchnabelhohe Männchen ist PRINCE? Dann setzte die Musik ein, und mein Hirn aus. Grandios, ein wahnsinnsgänsehaut-Erlebnis, ganz ganz großes Tennis und kein Vergleich zu dem synthetischen Michael, den ich im Müngersdorfer Stadion auch schon (von weitem) gesehen hatte.

Vor einigen Wochen schrub der Pubertätsengel auf meine FB-Pinnwand: Prince live in Köln. Da muss ich hin! Aber, die Karten sind wahnsinnig teuer, zu teuer für mein zurzeit müßiggängerisches Leben. Wer nicht arbeitet, hat wenig Geld, ganz einfache Korrelation. *seufz* Nun ja, die neueste CD hatte ich ja, muss ich mich halt mit Konserve begnügen. So ein Konzert wird ja auch überbewertet, ist ja sehr laut, und die vielen Menschen, und einen Parkplatz findet man auch nicht...

Nun bin ich treue WDR 2 - Hörerin. Und dort werden gelegentlich für vom Sender präsentierte Konzerte Tickets verlost. Ohne viel Hoffnung hatte ich schon meinem Nachwuchs gesagt, dass ich da ganz genau hinhören würde und mich beteiligen würde, wenn denn Karten für genau dieses Konzert verlost würden. Und, unglaublich aber wahr:

ES WURDEN KARTEN VERLOST!
UND ICH HABE TATSÄCHLICH GEWONNEN!
ZWEI STÜCK!!!

Weil ich wußte, dass "Purple Rain" der Titelsong eines Kinofilms war. Ich habe mich so mega gefreut, dass der WDR2-Hotline-Mitarbeiter sich spontan mitfreute. Also wird das Erzengelchen mit der Lieblingsfreundin am 28.7. dem Männeken huldigen gehen. Parkplatz, Lautstärke, Menschenmassen hin oder her...ich FREU MICH SO!

Sonntag, 17. Juli 2011

Horror aka Abschlussparty

Never ever again. Bilanz einer "geilen Party" (O-Ton)

etliche Schnapsleichen
drei Krankenhausreif gesoffen
mindestens 92 zerschmettere Gläser
eine eingetretene Klotür
ein aus der Wand gerissenes Waschbecken
ein verschwundener Gullideckel
19 blaue Müllsäcke, gefüllt mit den "Resten" des Buffets

Von etwa 350 Jugendlichen waren 348 völlig abgeschossen (der eine is der Nerd der Klasse und der andere arbeitet für den Veranstaltungstechniker). Alle hatten sich gruppenweise zum "Vorglühen" getroffen, denn auf der Party sollte es nur Bier geben (dass die Eltern sich auch immer einmischen müssen!)

Geplantes Ende der Party war zwei Uhr morgens. Wir uncoolen Eltern sprengten mit Hilfe der Security die Veranstaltung um eins, nachdem das Waschbecken zu Bruch gegangen war. Ein Schlachtfeld, unglaublich.

Aber das allerallerschlimmste ist, dass der Pubertätsengel mir erklären musste, dass GENAU DAS die Bedeutung von "Feiern" ist. Genau so läuft das IMMER, wenn die Jugendlichen Party machen. Ich verstehe jetzt, warum es so schwer war, eine Location für die Abschlussparty zu finden. Danach ist nämlich eine Renovierung fällig.

Eins sag ich euch: beim Microengel gibbet datt nicht. Also, jedenfalls nicht mit mir als verantwortliche Elternvertreterin. Da können sich dann gerne andere die Finger dran verbrennen - denn auf uns wird ja keiner hören wollen. Haben wir ja auch nicht, als man uns vorwarnte.

Übrigens meinte der Pubertätsengel heute morgen (der noch tapfer mit mir bis drei Uhr morgens half, das Schlachtfeld zu beseitigen) "So schlimm war es doch gar nicht." Nun ja.

Montag, 11. Juli 2011

Training on the job

Gestern abend gab´s Alarm im Erzengelshaushalt: Der Microengel amputierte sich mit einem Ik.ea Stuhl die Fingerkuppe des rechten Zeigefingers (fragt nicht. ICH habe den Stuhl nicht montiert).

Das Blut floss in Strömen, die Tränen auch, und mein körpereigenes Adrenalin erst recht. Zum Glück wird der Pubertätsengel Notarzt, notfalls auch ohne Abitur, und kam genau rechtzeitig von ihrem Sanitätswettbewerb zurück. Die Ruhe selbst half sie beim Kühlen, Ablenken und Verbinden, gab mir Anweisungen und tröstete den Microengel. Ich selbst beseitigte die Schweinerei im Bad und am Stuhl und war dankbar, dass wir nicht drölfzig Stunden in irgendeiner Ambulanz warten mussten.

Der Microengel selbst hat so seine eigene Sichtweise des Geschehens. Während andere Kinder vor allem Schreien und Heulen, weil so eine appe Fingerkuppe ziemlich weh tut, zeterte sie vor allem darüber, dass ausgerechnet ihr so etwas passieren muss. Dieses verdammte Schicksal nimmt einfach keine Rücksicht auf Microengels Prinzessinnen-Status. Es hätte gerechterweise ja auch mich treffen können, aber nein, sie, der Microengel, darf sich jetzt mit Schmerzen, Blut und dem hässlichen Anblick herum schlagen. Natürlich kann sie jetzt nicht in die Schule, nicht zum Sport, Vokabeln lernen auch nicht (wie soll man sich denn DAMIT konzentrieren) und meinen Läppi will sie auch noch. Als Ausgleich, weil, ICH habe ja meine rechte Zeigefingerkuppe noch.

Man muss halt auch aus dem Schlechten noch das Beste rausschlagen. Im Microengeluniversum.

Sonntag, 10. Juli 2011

et is noch immer jot jejange

Zum Glück brauchen wir keinen Plan B.

Aber dass es am Goodwill einer einzigen Lehrerin hängt, ist mir unbegreiflich.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Lesetipp

Was habe ich mich mit einem Buch abgequält! Dabei war es eigentlich ziemlich gut, zumindest so gut, dass ich es ausgelesen haben wollte.

"Narr" von Schilddorfer &Weiss

Ein ganz dicker Schinken im Stil von Dan Brown, jedoch ohne den amerikanisch-patriotischen Zeigefinger. Wie bei Mr. Brown ging es um eine historische Schnitzeljagd in Wien und Berlin. Zeitweise sehr spannend, dann wieder unheimlich langatmig - und auch vom Sprachstil am amerikanischen Vorbild angelehnt.

Ich würde es für den Sommerurlaub empfehlen. Idealerweise kennt man Wien schon, dann sind die unglaublich vielen Hinweise auf Straßen, Orte und Sehenswürdigkeiten noch besser nachzuverfolgen. Aber leider ist die Idee nicht neu - ich hatte das Gefühl, ein Plagiat zu lesen. "Ewig", der erste Roman des Autorenduos, werde ich mir daher nicht mehr zu Gemüte führen.

Dienstag, 5. Juli 2011

Ein Eiertanz

Der Pubertätsengel steht kurz vor dem ersten Schulabschluss. Sie besucht eine Gesamtschule und sechs Jahre lang hörte ich nur Lobhudelei (was mich immer sehr sehr freute!) Sie ist sehr engagiert, Klassensprecherin, Schulsanitäterin, mehrfach ausgezeichnet für verschiedenste Zusatzleistungen in den vergangenen Jahren, Mitglied der prämierten Theatergruppe... alles wirklich bestens, in jedem Jahr mit einem Zeugnisschnitt von um die 1,5 - maximal 2,0.

Warum ich das schreibe? Nein, nicht um anzugeben. Sondern weil meine geliebte Tochter seit anderthalb Wochen um die Zulassung zur Oberstufe bangt. Wegen einer (!!!!) versemmelten zentralen Abschlussprüfung sind sechs Jahre (!!!!) im A...sch.

So schnell kann´s gehen. Einen Plan B gibt es im Übrigen nicht - wozu auch? Schließlich wird der Pubertätsengel Notärztin, etwas anderes stand nie zur Debatte.

that´s mee

Meez 3D avatar avatars games

Erzangie ist

weiblich, 42 :-) mit Kindern lebend berufstätig studierend ehrenamtlich vielseitig kompliziert krebsüberlebende hundefreundin schokoladensüchtig milchkaffeeaffin nichttomatenesserin

Life dabei

    Leselust


    Jean-Charles Gaudin, Jean-Pierre Danard
    Marlysa, Bd.1, Die Maske


    Jean-Charles Gaudin, Jean-Pierre Danard
    Marlysa, Bd.2, Der Schatten von Dompur

    dabei sein

    Ein Anliegen Die Rote Schleife
    [Macro error in site.sidebarItems: Wrapped org.xml.sax.SAXParseException; lineNumber: 48; columnNumber: 81; Attribute name "async" associated with an element type "script" must be followed by the ' = ' character. (/usr/local/helma/apps/twoday_net/modules/modWeather/Global/modWeather.js#44)]

    Profil
    Abmelden
    Weblog abonnieren