Samstag, 7. November 2009

Antinovember 7...

...so zauberhaft. Das kann ich mir jeden Tag anschaun und muss jedesmal lachen und weinen. Da KANN man gar nicht deprimiert sein!

The Story of the stork

Freitag, 6. November 2009

Antinovember 6..

..Erinnerungsbackflash. Meine Kollegin hört den ganzen Tag WDR 4. Schröcklich! Aber nur ein bißchen, denn gerade heute erinnert mich die Musik und dieser Sender so an meine Oma.

Meine Großeltern mütterlicherseits besaßen eine Gärtnerei. Schon mit zwölf Jahren mussten mein Sisterengel und ich in allen Schulferien mit anpacken. Das gab uns für´s Leben einiges mit:
  • eine lebenslange Aversion gegen Primeln (250.000 Stück pro Jahr pikieren, topfen, vereinzeln, packen können ein Trauma verursachen)
  • das sichere Wissen, welchen Beruf man im ganzen Leben nicht ergreifen wird (wer denkt, gärtnern ist romatisch, hat nie in einem Treibhaus gearbeitet)
  • ein Faible für im breitesten rheinischen Dialekt erzählte Dönekes und Witze (man stumpft unenedlich ab, bei Primeln)
  • und bei Schlagermusik die sofortige Assoziation von steinhart gebratenen Kotelletts, geschnitten mit einem bestimmten, immer wieder sorgfältig geschärftem Messer, essigsaure, wundervolle Salatsoße, Prilblumen an den Küchenfliesen und die Toilette draußen im anderen Gebäude, den Kaffeepott mit der "1" nach dem Essen... denn während der Arbeit lief jahrzehntelang (auch heute noch!) WDR 4 im Radio.
Ja, das waren noch Zeiten. In der Erinnerung wird alles in sanftes Sepia getaucht und ist gar nicht mehr so anstrengend. Es war schön, es war zuhause und ich war ja auch ein bißchen stolz, in den Ferien im Familienbetrieb zu arbeiten. Meine Oma ist jetzt 86 Jahre alt und nur ihre Hände, die auf den Decken pflücken und streichen und pikieren wissen noch von der Gärtnerei. Sie selbst weiß nicht mehr, wer ich bin, geschweige denn, wer sie selbst ist.

Donnerstag, 5. November 2009

Antinovember 5...

...mit der Parkplatzblinden Lieblingskollegin den weltallerbesten Parkplatz direkt vor der Bürotür zu finden. Mitten im Herz von Düsseldorf. Und gemeinsam schallend darüber zu lachen, dass die Lieblingskollegin schon wieder daran vorbei gefahren wäre, hätte ich nicht vorgeschlagen, diesen zu nehmen :-)

Mittwoch, 4. November 2009

Logisches Denkvermögen

Der Pubertätsengel bat mich, ihr bei der Berichtigung ihrer Englischarbeit zu helfen. Sie hätte den schlechtesten Text der Klasse geschrieben (trotzdem ein "gut", immerhin) und könnte sich nicht erklären, warum.

Da mein Englisch ganz gut ist, meine didaktischen Fähigkeiten eher nicht, erklärte ich mich gern bereit, zu helfen. Aufgabe war eine Argumentation zum Thema Schülerauslandsaufenthalt.

Der Text fing an mit der Stellungnahme meiner Tochter: Die Frage nach einem Schüleraustausch ist unwichtig, weil jeder machen kann, was er will. Punkt. Öhöm... nun ja. Im weiteren Text ließ sie sich darüber aus, dass die Straßen Englands auf verschiedenen Seiten sind, manche Schüler allein nicht "come clear" und das ganze eine Schweinekohle kostet. Sie schloß mit der Einschätzung, dass sie "so what" unbedingt machen will. Öhöm...

Ich unterschrieb die Arbeit wie an der Stelle "Unterschrift des Erziehungsberechtigten" vorgesehen. Darüber hinaus konnte ich mir aber nicht verkneifen, der Englischlehrerin ein "Sie sind sehr, sehr tapfer" drunter zu schreiben. Nach dieser logischen Meisterleistung (ganz abgesehen von dem unverhohlen Denglish) steht dem Pubertätsengel einer steilen Karriere in der Buchhaltung meines Broterwerbsunternehmens ja nichts entgegen. Und Englisch, das braucht sie da ja nicht.

(nachdem ich ihr dann erklärt hatte, was genau nicht ganz so glücklich an ihrem Text war, konnte auch sie sich ein schallendes Lachen nicht verkneifen, sie meinte, sie hätte da wohl doch nicht so einen guten Tag gehabt :-))

Antinovember 4...

...um halb acht ins Büro zu kommen und dies auf dem Schreibtisch vorfinden:

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Ich liiiiiieeeeeebe Himbeerkuchen! Und das weiß meine liebe Kollegin, die aber zu meinem größten Bedauern nur noch 34 Tage in unserem Unternehmen ist und sich dann in den wohlverdienten Vorruhestand zurück zieht.

Made my day, Karin!

Dienstag, 3. November 2009

Antinovember 3...

...alte Doris-Day-Filme gucken. Mein absoluter Favorit ist da "Was diese Frau so alles treibt". Wenn ich allerdings den ganzen Tag arbeiten muss und nicht sooo viel Zeit zum Filmegucken habe, tut´s auch ein Youtube-Quickie :-)

Viel Spaß mit einem ihrer schönsten Songs aus "Der Mann, der zu viel wußte"



Hach, das is schön.. *seufz*

Montag, 2. November 2009

Antinovember 2.

Gegen Novemberdepressionen Teil 2:

Microengelhörgeräte unbeschädigt wieder aus dem Altkleidercontainer heraus zu fischen.

Ein grandioses Gefühl, dreieinhalbtausend Euronen zurück zu bekommen. Made my day.

Regen, November und Murphy

Microengels Hörgeräte sind im Rotkreuz-Container. Wie ich sie DA wieder rausbekomme, ist mir ein Rätsel und wie sie da rein kamen, eine längere Geschichte *seufz*

Eigentlich muss sie die Höris immer tragen. Eigentlich. Uneigentlich ist sie wie ne alte Omma: "ich höre sehr gut!" obwohl sie NICHT hört. Deshalb ist das Hörgerätetragen ein ständiges Thema bei uns. Mit mehr oder weniger Geduld versuchen der Pubertätsengel und ich sie dahin zu erziehen, dass die Höris für sie nicht nur in der Schule selbstverständlich sein sollten.

So auch an diesem Wochenende. Zudem hatte ich seit Wochen versucht, mit ihr ihre Kleidung zu sortieren, da sie aus einigen Dingen herausgewachsen war. Gestern endlich machte ich mich muffelnd allein ans Werk, was soll man an einem verregnetem Allerheiligen auch sonst sinnvolles machen (außer lesen, chillen, spielen, Banana-Muffins backen). Drei blaue Säcke für den Container kamen zusammen, und auf der Engelscollierunde wurden sie entsorgt.

Abends dann mein Einschlafmantra, Microengelchen gemütlich in meinem Armen: hast du deine Schulsachen gepackt, hast du deine Zähne geputzt, sind neue Batterien in den Höris, wo sind die eigentlich.... Die Höris sind in der pinken, viel zu kleinen Fleecejacke (wtf machen die Höris in den Taschen einer viel zu kleinen.....) und diese Fleecejacke hatte ich nachmittags entsorgt. Ich Rabenmutter.

Im strömenden Regen stand der Erzengellover vor dem Container, der bombensicher gegen Vandalismus und Diebstahl geschützt ist. Was einmal drin ist, bekommt man nicht mehr raus.

Zwei Dinge hat mich das gelehrt:
1. Ich räume NIE WIEDER Microengels Sachen auf. Und wenn sie in ihrem eigenen Müll erstickt.
2. Wenn es an einem Sonntag regnet und der Rest der Engelsfamily beschließt, faul rum zu gammeln, nehme ich mir ein Buch, koche mir einen Tee und lasse den lieben Gott einen guten Mann sein.

Das schont meine Nerven. Und meinen Geldbeutel, denn wenn wir die verdammten Dinger nicht wiederfinden, kann ich für die nächsten zwei Jahre nur noch trocken Brot essen. Dass der Microengel dann sein Taschengeld abgibt, hilft auch nur marginal bei dreieinhalbtausend Euronen für neue Hörgeräte.

Sonntag, 1. November 2009

November

Frau Mutti regte es hier an, und ich schließe mich nur zu gern an. Wenn die Blätter von den Bäumen gefallen sind, man ohne Jacke nicht mehr vor die Tür gehen kann, der Erzengelcollie nach der täglichen Runde eine Schlammspur hinter sich her zieht und wenn man morgens im Dunkeln das Haus verlässt und im Dunkeln erst zurück kommt, die Freuden und das Glitzern der Weihnachtszeit aber noch mindestens 30 Tage auf sich warten lassen, dann muss man mit vereinten Kräften gegen aufkeimende Depressionen anarbeiten.

Ich werde mich also an einem täglichen Novemberaufheller versuchen.

Heute war das unser gemütliches Sonntagsfrühstücksritual. Während der Microengel Croissants für den Backofen formte, bereitete ich knusprigen Bacon und Rührei zu. Der Pubertätsengel deckte den Tisch mit Sonnenblumenservietten und den "guten Gläsern" für den Orangensaft. Beim Frühstück erzählten wir uns von den Plänen für den heutigen Tag: weil es gestern stressig war, werden wir heute lesen, heute nachmittag Spielen, und ansonsten chillen. Vielleicht habe ich ja Lust, Banana-Muffins zu backen. Vielleicht.

Freitag, 30. Oktober 2009

Sitzengeblieben

Seit langem war ich heute mal wieder mit der Microengelpatentante verabredet. Manchmal ist das so im Leben, da geht man einen langen Weg intensiv gemeinsam und dann gibt es Phasen, da laufen die Lebenswege nicht so dicht neben einander.

So eine Phase haben wir zur Zeit, zu unserem beiderseitigen Bedauern, wie wir bei einem Telefonat vor zwei Wochen feststellten. Deshalb hatte ich mich sehr auf den heutigen Abend gefreut, wir wollten mein Gutscheinbuch in einem neuen Restaurant ausprobieren und gemütlich quatschen.

Wollten, Vergangenheit, denn es ist mittlerweile halb neun und ich sitze immer noch hier. Im Laufe des ganzen Tages habe ich versucht, meine Freundin über verschiedene Kanäle zu erreichen. Leider vergeblich. Sie hat mich versetzt, und ich grübel die ganze Zeit, was ich wohl falsch gemacht habe.

So schade. Nicht nur um den verdorbenen Abend.

that´s mee

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Erzangie ist

weiblich, 40 :-) finally alleinerziehend berufstätig studierend ehrenamtlich fußgängerin hundefreundin schokoladensüchtig milchkaffeeabhängig nichtraucherin. nicht-alkohol-trinkerin, nicht-drogen-konsumiererin, nicht-tomaten-esserin

Life dabei

    dabei sein

    saisonal Ein Anliegen Die Rote Schleife

    Leselust


    Rebecca Gablé
    Hiobs Brüder

    Eipott Plehlist


    Melanie Fiona
    The Bridge


    Oceana
    Love Supply


    Laura Izibor
    Let the Truth Be Told

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    Alle von mir eingestellten Bilder habe ich selbst gefunden..öhm gemacht. Wenn ich unabsichtlicherweise Urheberrechte verletzt haben sollte, gebt mir unter antaluätwebpunktde Bescheid und ich nehm´s wieder raus, ganz einfach. Ich übernehme keine Verantwortung für Links, die ich nicht selbst eingestellt habe bzw für die Inhalte, die sich auf fremden Seiten befinden. Kann ich ja auch gar nich :-) Mein Blog ist meinsmeinsmeins. Ich mache keine Werbung gegen Kohle..obwohl.. wenn ich es so überlege.. alles hat seinen Preis :-) Wer wissen will, wer Erzangie ist, kann mich ja anmailen. Vielleicht verrate ich es dann.

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